Leistungen

Körperpflege

Maßnahmen im Bereich der Körperpflege gehören zum Leistungskatalog der Pflegekassen und werden bei bestehender Pflegestufe bis zum jeweiligen Höchstsatz von den Pflegekassen finanziert.

Zur Körperpflege gehören u.a

– Baden / Duschen
– Hilfe beim Waschen
– Zahnpflege
– Rasur
– Hilfe beim Toilettengang
– Inkontinenzversorgung
– Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme

Die Leistungen orientieren sich am persönlichen Bedarf, wobei die größtmögliche Eigenständigkeit des Patienten gewahrt wird. Je nach Einzelfall betreuen wir Sie von einmal wöchentlich bis mehrmals täglich.

Behandlungspflege

Behandlungspflegerische Maßnahmen gehören zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen und werden bei uns ausschließlich von geschultem Fachpersonal durchgeführt.


Behandlungspflege beinhaltet medizinisch-pflegerische Maßnahmen, wie z.B.:

– Insulingabe / Injektionen
– Medikamentengabe
– Verbandwechsel
– Wundversorgung

Die Mehrheit unserer Pflegekräfte hat Intensivschulungen zur Portversorgung absolviert, so dass Patienten, die auf eine Portversorgung angewiesen sind, nicht in der Klinik bleiben müssen, sondern von uns zu Hause betreut werden können.


Die Leistungen müssen vom behandelnden Arzt verordnet und vom Pflegedienst der Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt werden.

Hauswirtschaft

Die hauswirtschaftliche Versorgung umfasst alle Arbeiten, die im Rahmen der Haushaltsführung anfallen, wie z.B. Aufräumen und Reinigen der Wohnung, Essenszubereitung, Wäschepflege, Einkauf usw. Bei bestehender Pflegestufe kann die hauswirtschaftliche Versorgung mit der Pflegekasse bis zum jeweiligen Höchstsatz abgerechnet werden.

 

Verhinderungspflege

Verhinderungspflege dient der Entlastung der Angehörigen und soll der Pflegeperson private Erledigungen, Urlaub usw. ermöglichen. 

Voraussetzung:
Die zu pflegende Person muss mindestens 1/2 Jahr gepflegt worden sein.

Verhinderungspflege bei Urlaub/Krankheit der Pflegeperson:
Verhinderungspflege kann für maximal 42 Kalendertage im Jahr beansprucht werden. Die Ersatzpflege muss nicht komplett am Stück genommen werden, sondern kann entsprechend des individuellen Bedarfs in Anspruch genommen werden.

Die Verhinderungspflege muss nicht zwingend in der häuslichen Umgebung erfolgen. Eine sichere Umgebung bietet z.B. ein Hotel mit Pflege wie die Seniorenresidenz “Am Kurpark” in Schlangenbad

Stundenweise Verhinderungspflege:
Die Verhinderungspflege kann auch stundenweise in Anspruch genommen werden. Dadurch wird der Alltag für die Pflegeperson deutlich vereinfacht, weil bei privaten Terminen der Pflegedienst einspringt.  In diesem Fall bleiben Pflegegeld und Pflegesachleistung erhalten und die Begrenzung auf 42 Tage gilt nicht. 

Finanzierung:
Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für diese Leistung bis zu 1612,- Euro jährlich, wenn die Verhinderungspflege durch einen zugelassenen Pflegedienst erfolgt und als stundenweise Verhinderungspflege abgerechnet wird. Ihre Pflegekasse sollte über die Inanspruchnahme informiert werden, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden kann.

Betreuung

Die Pflege von Menschen mit Demenzerkrankungen ist für die Angehörigen besonders belastend. Mit Fortschreiten der Erkrankung wird aus der anfänglich zeitlich begrenzten Hilfe eine “Rund-um-die-Uhr-Pflege” des Betroffenen.

Die Pflegebedürftigen können daher im Rahmen der “Niedrigschwelligen Betreuungsangebote” je nach Einstufung bis zu 2496,- Euro pro Kalenderjahr für zusätzliche Betreuungsleistungen von der Pflegekasse in Anspruch nehmen, sofern der besondere Betreuungsbedarf in einem MDK Gutachten festgestellt wurde (z.B. gefährliche Situationen können nicht mehr eingeschätzt werden, Tendenz zum Weglaufen, u.ä.).

Die Betreuungsleistungen müssen zunächst vom Betroffenen privat gezahlt werden, werden aber von der Pflegekasse erstattet, wenn die Betreuung durch einen zugelassenen Pflegedienst erfolgt ist. Der erstattungsfähige Betrag beträgt 104,- Euro monatlich bei eingeschränkter Alltagskompetenz, bzw. 208,-Euro monatlich bei erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz.

Unsere ausgebildeten Alltagsbegleiterinnen verfügen über spezielle Kompetenzen für die Betreuung und Begleitung von Menschen mit Demenz. Zu ihren Aufgaben gehören Alltagsgestaltung, Organisation alltäglicher Anforderungen, kommunikative Angebote, Begleitung und Betreuung, Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen.

Nicht in Anspruch genommene Leistungen können ins Folgejahr übertragen werden.

Alltagsbegleitung

Der Tätigkeitsschwerpunkt unserer Alltagsbegleiterinnen liegt im Bereich der Alltagsgestaltung. Sie  verfügen über spezielle Kompetenzen für die Betreuung und Begleitung von pflegebedürftigen Menschen und Menschen mit Demenz.

Neben der Alltagsgestaltung und Organisation alltäglicher Anforderungen sichern die Alltagsbegleiterinnen auch den Kontakt der pflegebedürftigen Personen zur Außenwelt. Zu ihren Aufgaben gehören u.a. kommunikative Angebote, Begleitung und Betreuung, Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen.

Alltagsbegleitung kann auch in Anspruch genommen werden, wenn Angehörige zeitweise / stundenweise Entlastung benötigen oder verhindert sind. Die Kosten hierfür werden von den Pflegekassen bis zu 1612,- Euro im Jahr übernommen, wenn die Betreuung durch einen Pflegedienst erfolgt. Pflegegeld und Pflegesachleistung werden nicht gekürzt, wenn die Ersatzpflege weniger als 8 Stunden am Tag umfasst. Der Pflegedienst rechnet direkt mit der Pflegekasse ab.

Wichtig: Die Pflegekasse sollte  vor der Inanspruchnahme informiert werden, damit eine reibungslose Abrechnung möglich ist (die entsprechenden Formulare finden Sie unter der Rubrik Downloads).

Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (z.B. Demenz) können darüber hinaus im Rahmen der sog. niedrigschwelligen Betreuungsangebote bis zu 2496,- Euro pro Jahr für zusätzliche Betreuungsleistungen von der Pflegekasse in Anspruch nehmen, sofern ein entsprechender Bedarf durch den MDK festgestellt wurde.

Wundmanagment

Akute Wunden (z.B. OP-Wunden) wie auch chronische Wunden (z.B. Dekubitus, Ulcus cruris, diabetischer Fuß) stellen für die Betroffenen eine deutliche Einbuße Ihrer Lebensqualität dar. Die Versorgung der Wunden ist langwierig, oft problematisch und erfordert Sachkenntnis und Erfahrung.

Aus diesem Grund legen wir Wert auf ein qualifiziertes Wundmanagement. Unsere Wundmanager/innen haben hierfür eine spezielle Weiterbildung absolviert und sind ICW – zertifiziert. Sie besuchen weiterhin regelmäßig Fortbildungen, da die Wundversorgung einem stetigen Entwicklungsprozess unterliegt.

Wir betrachten die Versorgung von Wunden als eine interdisziplinäre Aufgabe und arbeiten eng mit den Wundzentren und den behandelnden Ärzten zusammen. So kann die Wundbehandlung optimiert und der Therapieverlauf verkürzt werden. Der Entstehung chronischer Wunden wird vorgebeugt und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert.

Kontinenz

Allein in Deutschland leiden etwa 5-7 Millionen Menschen an unwillkürlichem Harnverlust.
Dabei ist Inkontinenz (=Blasenschwäche) keine Frage des Alters und vor allem kein unabdingbares Schicksal.

In vielen Fällen kann die Kontinenz wieder erlangt werden! Folgende Fragen helfen Ihnen zu erkennen, ob Sie von Blasenschwäche betroffen sind:

– Verlieren Sie ungewollt Urin?
– Verlieren Sie Urin, wenn Sie lachen, husten oder sich körperlich betätigen?
– Verlieren Sie Urin auf dem Weg zur Toilette?
– Tragen Sie Vorlagen / Einlagen um Urin aufzufangen?
– Verspüren Sie häufig (starken) Harndrang?
– Müssen Sie pressen um Wasser zu lassen?

Ihre Fachkraft für Kontinenzstörungen beantwortet Ihnen gerne Fragen zu:

– Was ist Inkontinenz
– Formen der Inkontinenz
– Gründe für Inkontinenz
– Risikofaktoren für Inkontinenz
– Inkontinenz bei Männern und Frauen
– Umgang mit Inkontinenz
– Hilfsmittel und deren Anwendung bei Inkontinenz
– Pflege bei Inkontinenz